bememelanie_der_blog_zum_Kosmetikstudio

Meine Oma hat mir bereits sehr früh beigebracht, dass eine Frau nicht früh genug mit der Pflege Ihrer Haut beginnen kann. Denn es ist nun mal Fakt, dass etwas was nicht da ist (in diesem Fall Falten und Rillen) nicht behandelt werden muss. Es galt also, so lange wie möglich, so jung wie möglich auszusehen. Sie nahm mich auch regelmäßig mit zu Ihrem Kosmetikstudio ihres Vertrauens. Den Ablauf kannte ich also schon mal.

Masken, Peelings und Co.

Schon im zarten Alter von 16 hatte ich regelmäßig Creme-Proben von meiner Oma Zuhause und begann mich früh mit Masken, Peelings und Co. zu beschäftigen. Seit Anfang 20 besuche ich tatsächlich regelmäßig eine Kosmetikerin. Natürlich in unterschiedlichen Abständen, je nach Lebensphase. Aber immerhin.

Keine Ahnung, wie sich junge Frauen jeden Monat den Gang zur Kosmetikerin leisten können. Die monatlichen Kosten für die Instandhaltung einer Frau sind heute Dank dem enormen Überangebot an Friseur, Nageldesign, Fußpflege, Wimpernverdichtung, Botox-Behandlungen etc. enorm in die Höhe gestiegen. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich nicht alle diese genannten Dienstleistungen in Anspruch nehme. Zumindest noch nicht. Wer weiß schon was noch kommen wird.

Masken, Peelings und Co

Seit 6 Jahren wohnen wir nun in unserer Stadt. Ich war damals hochschwanger und hatte bereits zwei Kinder. Meine Gedanken und Bedürfnisse waren die erste Zeit mit anderen Dingen beschäftigt. Natürlich habe ich immer wieder Ausschau nach einer neuen Kosmetikerin gehalten, aber nichts hat mich so richtig angesprochen. Zumal sich meine Ansprüche im Laufe der Zeit verändert hatten, genau wie meine Haut. Wenn ich auch lange Zeit vor Drogerie-Regalen stand und überlegte, ob die Zeit für mehr Pflege jetzt endlich gekommen ist oder ob es immer noch ausreicht, sich zwischen den verschiedenen Marken zu entscheiden, merkt man um die 40, dass es Zeit wird einen Schritt weiterzugehen. Anti-Aging war nun ein fester Bestandteil meines Lebens.

Hurra – Ich habe Pigmentstörungen

Als mein Jüngster endlich eins wurde und ich mit Schrecken feststellen musste, dass mir durch die Hormonumstellung eine dicke Pigmentstörung im Gesicht geblieben ist, fand ich endlich zufällig ein nettes kleines Kosmetikstudio. Lydia stand noch ganz am Anfang. Sie hatte ein Zimmer in den Büroräumen ihres Mannes und war voller Begeisterung und Leidenschaft, dass konnte man regelrecht spüren.

Nach kurzer Zeit hatte sie schon eigene Räume und war sogar noch schneller für mich zu erreichen. Es war perfekt. Wir haben uns angefreundet und ich war froh, endlich wieder vertrauensvolle Hände gefunden zu haben. Die neue Praxis was sehr schön und herzlich eingerichtet. Stimmungsvolle Musik, ruhige Atmosphäre. Genau das, was eine gestresste Frau (und Mutter) sucht und braucht. Sie hatte sogar Massage im Angebot. Ihr toller Massage-Stuhl konnte mich während der Behandlung in den 7. Himmel hieven und ich fiel tief, als Lydia ihre Praxis aufgrund persönlicher Lebensveränderungen aufgeben musste. Was sollte ich jetzt tun?

Die Suche

Über 2 Jahre war ich mittlerweile ohne jegliche kosmetischer Betreuung. Ich spannte die Ohren natürlich immer weit auf, wenn ich Frauen über ein Kosmetikstudio reden hörte. Leider waren es aber entweder keine positiven Kommentare die da gefallen sind oder das Kosmetikstudio war einfach zu weit weg. Natürlich habe ich auch Webseiten durchforstet, aber nie den für mich ansprechenden Touch gefunden. Kennst du das, wenn du auf diesen einen Funken wartest, der dir sagt, dass du hier, genau hier, richtig bist?

Na klar, hatte ich meine Haut in der Zwischenzeit selbst mit Peelings, Masken und Seren gepflegt, so gut ich es eben selbst konnte. Freunde und Bekannte haben mir auch immer wieder bestätigt, dass meine Haut 10 Jahre jünger aussieht, als sie tatsächlich ist. Das geht schon runter wie Öl. So langsam aber sicher wollte ich aber auch mal wieder eine richtige Verwöhnrunde für mich und mein Selchen haben. Mir war klar, entweder ich finde ein neues Kosmetikstudio oder ich muss ein Wellness-Wochenende buchen. Da kam mir ein ausgelegter Flyer bei meinem Friseur nur gelegen.

Die Terminvereinbarung

Die Terminvereinbarung per E-Mail über die Webseite war leider nicht sehr glücklich. Ich würde mir wünschen, man könnte in einem Formular auf wichtige und wissenswerte Fragen für das Kosmetikstudio antworten, um daraufhin eine passende Behandlung vorgeschlagen zu bekommen. Immerhin gehe ich zu einem Profi. Er sollte wissen was ich benötige. Eine Antwort kam erst nach fünf Tagen. Es erfolgte kein Rückruf, obwohl ich alle Daten in meiner E-Mail zusammengefasst hatte. Ich wurde aufgefordert mir die angebotenen Leistungen auf der Webseite anzuschauen und im Kosmetikstudio anzurufen.

Ich verstand das als Aufforderung mich selbst schlau zu machen, da ich scheinbar die Zeit nicht Wert war, sich mit mir zu befassen. Ich wollte allerdings mal nicht so typisch über 40 sein. Auf Twitter hatte ich erst kürzlich gelesen, dass alle Meckerer über 40 seien. Anscheinend ist man unter 40 einfach nur froh, überhaupt irgendjemanden zu finden der Servicedienstleistungen anbietet. Sei sie auch noch so schlecht. Zudem hatte ich ja auch keine wirklichen Alternativen zur Hand. Zumindest kannte ich keine. Ich rief also am Dienstag im Studio an, da am Montag Ruhetage ist, und vereinbarte einen Termin mit einer Basisbehandlung zum kennenlernen.

Das Kosmetikstudio

Ich drückte die Startschwierigkeiten in meinem Kopf ganz nach hinten und freute mich wahnsinnig auf den Termin. Auch wenn das Dampfbad und das Ausreinigen nicht wirklich zu meinen Favoriten gehören, fühle ich mich immer als was ganz Besonderes während der Behandlung und vor allem auch noch Wochen danach. Ich hatte immer das Gefühl, meine Haut strahlt wieder und ich konnte die ganzen Sorgen, schlaflosen Nächte, usw. von meinem Gesicht entfernen und noch einmal ganz von vorne beginnen. Ich wollte das wieder. Dringend! Ich sehnte mich förmlich danach ausgereinigt und bedampft zu werden. Wie toll musste es meiner Haut gehen, wenn sie nach zwei Jahren wieder aufgepäppelt wurde?

Eine Mitarbeiterin empfing mich mit der Bitte noch einen Moment Platz zu nehmen, da der Behandlungsraum noch gerichtet werden musste. Natürlich kann es mal passieren, dass sich Termine verschieben. Jedoch war ich es bisher gewohnt, dass man mich bereits empfing und sich die Kosmetikerin direkt auf mich einlassen konnte. Da saß ich nun mit meinem Glas Wasser. Zeitschriften waren eher mager für mein Interesse. Die Inhaberin begrüßte mich nicht, ich fühlte mich fast etwas störend. Es war eine Kundin im Nagelstudio mit der sich intensiv zu Zweit beschäftigt wurde. Der Ton war freundschaftlich, eher jugendlich. Nach ca. 5 bis 10 Minuten durfte ich mich ins Behandlungszimmer begeben.

Endlich war es soweit

Der Raum war hauptsächlich in Weiß gehalten und mit Brauntönen abgestimmt. Das Zimmer war schön, ohne Frage, aber nicht warm und herzlich eingerichtet. Ich durfte auf die mit einem braunen Frottee bezogene Liege liegen und wurde nun bei sanfter, entspannender Musik gereinigt, gepeelt und bedampft. Die Bedampfung ist für mich immer eine etwas komische, leere Zeit. Die Kosmetikerin verlässt den Raum und lässt Dich mit zwei Watte-Pads auf den Augen unter Dampfbestrahlung zurück. Schade, dass mir während dieser Zeit noch nie eine Fußmassage oder Pediküre/Maniküre angeboten wurde. Ich hätte es dankbar angenommen. Was machen die Kosmetikerinnen eigentlich während dieser kurzen Zeit?

Während der Bedampfung konnte ich aufgrund des gekippten Fensters leider einem Umzugsteam lauschen, was mich etwas störte. Nach 10 Minuten kam die Kosmetikerin wieder. Sie war noch relativ jung. Ich würde sie auf Anfang zwanzig schätzen. Gesprächsstoff hatten wir relativ wenig. Unser Leben war einfach viel zu verschieden. Es gab einige nette Versuche und wir bemühten uns beide eine harmonische Stimmung zu erzeugen. Die Behandlung war für eine Basisbehandlung vollkommen in Ordnung. Die Ausreinigung tat natürlich weh, aber der Vorteil des Älterwerdens ist ja nun mal der, dass man nicht mehr so viele Pickel und Mitesser bekommt. Nach ca. 45 Minuten war auch schon alles vorbei.

Meine Haut fühlte sich nach der Behandlung und einem Golden Caviar Treatment auch besonders toll an. Selbst meine Pigmentstörung störte mich überhaupt nicht. Ich trug den ganzen Sommer kein Make Up mehr. Ich vereinbarte einen weiteren Termin im August. Ich verließ das Studio zufrieden und hoffte, dass die nächste Behandlung nächstes Mal sicher noch besser werden würde, da wir uns ja nun kennen und die Kosmetikerin nun wusste, was ich und meine Haut brauchen.

kosmetikstudio

Der zweite Besuch

Der zweite Termin im Kosmetikstudio fand für mich überraschenderweise bei einer Kollegin statt, da meine vorherige Kosmetikerin nicht mehr im Unternehmen arbeitet. Schade, fand ich. Nichts war es mit dem bereits kennen. Kosmetikerin ist in meinen Augen fast schon wie Zahnarzt oder Frauenarzt. Immerhin zeige ich ihr mein wahres Gesicht und vor allem meine Problemzonen. 

Dieses Mal gab es keine sanfte, entspannende Musik. Alles war still. Fast schon beängstigend still. Der Raum wirkte nun leider noch kälter und ich fühlte mich noch ungebetener als beim ersten Mal. Ich wusste von meinem ersten Besuch, dass alle Kolleginnen alle angebotenen Dienstleistungen des Kosmetikstudios abdecken können, aber dennoch jede ihr Spezialgebiet hatte. Nun war ich also bei der Nageldesignerin, die versuchte die fehlende Kollegin zu ersetzen. Natürlich gab sich die junge Kosmetikerin sehr viel Mühe. Meine Haut fühlte sich aber dennoch nicht genauso toll an und strahlte auch nicht so wie beim ersten Besuch.

Mein Fazit

Mir wurde bewusst, wie wichtig diese Kleinigkeiten für mich sind, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und tatsächlich entspannen zu können. Ich denke, dieses Kosmetikstudio ist eher auf junge Menschen ausgerichtet. Da besteht noch nicht dieser hohe Anspruch wie wir reifere Frauen ihn haben. Ich bezahle gerne etwas mehr, wenn ich dafür eine sehr gute Beratung und vorallem Behandlung erhalte. Ich möchte einfach mit Profis arbeiten und mich in sehr guten Händen wissen. Immerhin geht es hier um meine Haut und um mein Aussehen.

Share: